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W. Hauff - Inspirationen

Schöne geschichtsträchtige Tour durch urprüngliches Gelände.Von Gompelscheuer entlang des Kaltenbaches bis zum Flößersee. Von dort auf schmalem Pfad durch urwüchsigen Wald. Hier könnte Wilhelm Hauff seine Inspiration für "Das Wirtshaus im Spessart" haben. Still und durch urigen Wald führt der Weg hinauf zur "Alten Weinstraße". Auf Forstwegen, ebenfalls geschichtlich geprägt, führt der Weg zurück zm Kaltenbachsee und nach Gompelscheuer.

Kaltenbachsee

Kaltenbachsee

Schwierigkeit: mittel
Strecke:9,3 km
Dauer: 2:37 Stunden
Start- und Zielpunkt: Gompelscheuer

Wegbeschreibung:

Der Weg führt links des Kaltenbaches in sonniger Lage,vorbei am Riesbrunnen, der zum Erfrischen einlädt bis zum Kaltenbachsee. Der ehemalige Flößersee wurde einst zum Abflößen der Baumstämme angestaut. Die alte Wehranlage ist noch gut zu erkennen.

Linker Hand erreicht man nach ca. 100m einen Forstweg.Nach kurzer Strecke findet sich links auf der Wiese ein Wegweiser, der uns den Weg in den "dunklen Tann" ziegt. Der stetig ansteigende Pfad führt, vorbei an Heidelbeerstauden und niedrigem Gewächs, durch den Wald. Hier kann man einen Eindruck davon erhalten, wie sich die beiden Handwerksburschen aus der Geschichte "Das Wirtshaus im Spessart" fühlten, als  die Dämmerung Einzug hielt und die Angst vor Räuber die Oberhand gewann.

Nach ca. 1,5 km erreicht man die "Kohlplatte", ehemals wurden hier Kohlenmeiler abgebrannt. Verschiedene Tafeln erläutern uns die Zuständigkeit der Flößerei auf der  Badischen und Württembergische Seite. In früheren Jahren gab es hier auf der Ebene noch eine Einsiedelei (Neuhaus genannt). Etwas weiter erreicht man die "Alte Weinstraße" und die Forstrat Ebert - Hütte.

Wer möchte kann die Strecke nach Besenfeld nutzen, um eine Einkehrpause einzulegen.

Zurück auf dem kurzen Stück bis zur Kohlplatte. Von hier biegen wir links auf den Forstweg immer entlang des "Schäufler" Weges. Beeindruckend sind auf diesem Wegabschnitt die noch sehr gut erhaltenen Verladerampen aus nätürlichem Buntsandstein direckt am Wegrand. Die schweren Baumstämme wurden hier auf Fuhrwerke verladen und zum Kaltenbachsee gebracht. Auf dem Wasserweg wurden die Stämme dann ins Tal geflößt, entweder zu einer der Sägemühlen ( es gab mehrere Sägewerke in Enzklösterle und seinen Teilorten) oder zu einem Polterplatz, an dem die Flöße zusammengebunden wurden. Ab dem Kaltenbachsee führt derselbe Weg zurück nach Gompelscheuer.
 

Geheimtipp:

Die Wegführung ist so konzipiert, dass auch Kinder ihre Freude an diesem Weg haben. Zum einen ist es der geschichtliche Hintergrund zu Köhlerei und Flößerei, zum andern der über schmale Pfade führenden Weg, der doch den wildromantischen Eindruck des Schwarzwaldes vermittelt und man gelegentlich geneigt ist, das Glasmännchen zu rufen, damit es Wünsche erfüllt. Einfach mal ausprobieren.

"Schatzhauser im grünen Tannenwald,
bist viele hundert Jahre alt,
Dein ist all Land, wo Tannen stehen,
Läßt dich nur Sonntagskindern sehen."
Nur Vorsicht, auch der Holländer Michel erfüllt Wünsche, aber dieser fordert dafür einen Lohn! Er will dein Herz!"


Weiterführende Informationen:

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