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Organspende - Ausweis ausfüllen

Ihre Ansprechpartner:

das Sozialministerium Baden-Württemberg

Verfahrensbeschreibung:

Viele Menschen, die an besonders schweren Krankheiten leiden (z.B. Leber-, Herz-, Nieren- oder Lungenerkrankungen), können nur mithilfe einer Organverpflanzung gerettet werden.

Mit einem Organspende-Ausweis können Sie

  • einer Organentnahme nach Ihrem Tod zustimmen,
  • ihr widersprechen,
  • Ihre Zustimmung auf bestimmte Organe beschränken oder
  • die Entscheidung auf Angehörige oder Vertrauenspersonen übertragen.

Hinweis: Die allgemeine Feststellung des Todes bei Atem- und Herzstillstand kann jede Ärztin und jeder Arzt vornehmen. Voraussetzung für eine Organspende ist aber die Diagnose "Hirntod". Diese ist an verbindliche, besonders strenge Richtlinien geknüpft. Zwei erfahrene Intensivmedizinerinnen oder Intensivmediziner müssen die Diagnose nach genauen klinischen und apparativen Untersuchungen dokumentieren.

Ihr Organspende-Ausweis bleibt so lange gültig, wie Sie es wünschen. Wenn Sie einen Organspende-Ausweis ausfüllen, werden Ihre persönlichen Daten nicht registriert. Sie können Ihre Entscheidung daher jederzeit ändern, indem Sie Ihren Ausweis vernichten oder einen neuen ausfüllen (z.B. mit einer geänderten Zustimmung zur Entnahme bestimmter Organe).

Sprechen Sie mit Ihren nahen Angehörigen über Ihre Einstellung zur Organspende, damit diese Ihre Entscheidung kennen und bei Bedarf in Ihrem Sinn handeln können.

Tipp: Nähere Informationen zur Organspende bieten die Deutsche Stiftung Organtransplantation und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Voraussetzung:

Voraussetzungen sind:

  • für die Einwilligung und die Übertragung der Entscheidung zur Organspende: Sie müssen mindestens 16 Jahre alt sein.
  • für den Widerspruch zur Organspende: Sie müssen mindestens 14 Jahre alt sein.

Ablauf:

Den Organspende-Ausweis können Sie auf den Seiten des Sozialministeriums herunterladen, ausdrucken und selbst ausfüllen. Sie erhalten ihn außerdem in vielen Apotheken und Arztpraxen.

Sie können Ihre Einwilligung zur Organspende auch in einem formlosen Schreiben festlegen.

Tipp: Tragen Sie Ihren Organspende-Ausweis zusammen mit Ihren anderen Ausweispapieren immer mit sich. Dort wird er bei Bedarf am ehesten gefunden. Oder bewahren Sie ihn bei nahen Angehörigen oder anderen Vertrauenspersonen auf, die bei einem Unfall informiert werden.

Unterlagen:

keine

Kosten:

keine

Sonstiges:

Manche Menschen wollen ihren Körper oder ihre Organe nach dem Tod der ärztlichen Aus- und Weiterbildung oder der medizinisch-wissenschaftlichen Forschung zur Verfügung stellen. Angehörige wissen meist über die letztwillige Verfügung der verstorbenen Person zu einer Organ- oder Körperspende Bescheid. Informieren Sie sich bei dem jeweiligen Institut so früh wie möglich über die Formalitäten, die sich aus der Körper- oder Organspende Ihrer Angehörigen ergeben. Das Institut übernimmt die Überführung der Leiche und deren spätere Bestattung.

Achtung: Angehörige können derartige Vereinbarungen mit anatomischen Instituten nicht widerrufen.

Rechtsgrundlage:

§§ 1 – 7 Transplantationsgesetz (TPG)