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1.5. Entbindung

Von wesentlicher Bedeutung ist die Wahl des geeigneten Geburtsortes. Neben der Klinikgeburt gibt es auch die Möglichkeit, sich für eine Geburt außerhalb der Klinik zu entscheiden.

Klinikgeburt

In der Klinik steht Ihnen auf jeden Fall immer ein Arzt und meistens auch ein Kinderarzt zur Verfügung.

Hinweis: Sie sollten sich rechtzeitig in der Geburtsklinik Ihrer Wahl anmelden, damit Ihnen ein Bett für die Geburt reserviert werden kann. Erkundigen Sie sich gleichzeitig, was Sie während Ihres Krankenhausaufenthaltes benötigen.

Viele Kliniken bieten Informationsabende an. Dort können Sie Fragen stellen, sich die Räumlichkeiten ansehen und sich dann für eine Klinik entscheiden.

Nach der Entbindung verbringen Sie mit Ihrem Baby noch etwa vier bis sechs Tage auf der Wöchnerinnenstation. Wenn Sie im Anschluss daran nach Hause gehen, werden Sie von einer Hebamme, die Sie selbst ausgesucht haben, nachbetreut.

Ambulante Geburt

Ambulante Geburt bedeutet, dass Sie Ihr Kind in einer Geburtsklinik mit einer Hebamme zur Welt bringen. Wenn keine Komplikationen auftreten, können Sie die Klinik mit Ihrem Kind bereits nach einigen Stunden (etwa zwei bis sechs Stunden) wieder verlassen. Falls während der Geburt Probleme auftreten, ist in der Klinik sofort Hilfe verfügbar.

Zu Hause werden Sie und Ihr Kind von Ihrer Hebamme und Ihrem Kinderarzt nachbetreut.

Hinweis: Suchen Sie sich bereits während der Schwangerschaft eine Hebamme und einen Kinderarzt.

Geburtshaus

Geburtshäuser bieten eine Alternative zur Klinikgeburt. Sie werden auf der Grundlage des Hebammengesetzes von Hebammen und Vertretern weiterer Berufsgruppen als selbstständige Einrichtungen betrieben. Im Geburtshaus werden Sie ständig durch ein und dieselbe Hebamme betreut. Falls ein Notfall auftreten sollte, werden Sie in eine Klinik verlegt. Sie können selbst bestimmen, welche Art der Entbindung (z.B. Wassergeburt) Sie wünschen.

Tipp: Die Geburtshäuser bieten regelmäßig Infotage an. Dort erhalten Sie konkrete Informationen und Auskünfte.

Haus-/Heimgeburt

Bei einer Hausgeburt begleitet Sie die Hebamme, die Sie bereits während der ganzen Schwangerschaft hindurch beraten und versorgt hat. Welche Hebamme Hausgeburten betreut, erfahren Sie beispielsweise bei Ihrem Arzt.

Die Hebamme überwacht außerdem die Nachgeburtsphase, führt die Erstversorgung des Kindes und der Mutter durch und hilft beim ersten Stillen.

Hinweis: Sollten Probleme auftauchen, zieht Ihre Hebamme einen Arzt hinzu oder überweist Sie in die Klinik.

Zugeordnete Verfahren

Geburt in öffentlicher oder privater Klinik oder Einrichtung dem Standesamt melden
Hausgeburt dem Standesamt melden
Hebammenhilfe in Anspruch nehmen