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Themenübersicht | Sicherheit und Gefahrenabwehr | 3. Katastrophenschutz | 3.4. Hochwasser- und Georisiken

3.4. Hochwasser- und Georisiken

In einer von Hochwasser bedrohten Wohnlage können Sie selbst durch gezielte Vorsorge zur Schadensbegrenzung beitragen. Dies betrifft beispielsweise Vorbereitungen wie:

  • Abdichtung von Hauseingängen und Fenstern (z.B. durch wasserfeste Bretter oder Sperrholzplatten)
  • Sicherung von Heizöltanks gegen Aufschwimmen
  • Auslagerung von Chemikalien und anderen gefährlichen Stoffen in gefährdeten Räumen
  • Planung der Evakuierung

Mehr zu diesem Thema erfahren Sie im Kapitel "Hochwasserschutz" der Lebenslage "Umwelt",  in der Verfahrensbeschreibung "Hochwasservorhersage" sowie in der Hochwasserschutzfibel des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.

Tipp: In der Broschüre "Für den Notfall vorgesorgt" des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe finden Sie Anregungen, wie Sie sich auf Hochwasser vorbereiten können und was Sie nach einem Hochwasser beachten müssen. Die Hochwasser-Vorhersage-Zentrale Baden-Württemberg bietet Ihnen im Fall von steigenden Pegeln von Flüssen und vom Bodensee immer aktuelle Wasserstands-, Abfluss- und Niederschlagsdaten sowie Hochwasservorhersagen.

Durch Georisiken, wie beispielsweise Fels-, Bergstürze oder Erdrutsche, können katastrophenartige Gefährdungen für Straßen, Schienen oder auch Siedlungen (z.B. Gebäudeschäden) entstehen. Auch wichtige Versorgungsleitungen wie beispielsweise Strom-, Gas- oder Wasserversorgungsleitungen können beschädigt werden.

In Baden-Württemberg sind beispielsweise folgende Bereiche betroffen:

  • canyonartig eingeschnittene Täler des Südschwarzwalds, z.B.
    • Wehratal
    • Schlüchttal
    • Albtal
  • Bereich der Schwarzwaldbahn
  • Höllental
  • sogenannte "Albsteigen" der Schwäbischen Alb
  • tief eingeschnittene Täler des Oberjuras (z.B. Oberes Donautal)
  • tief eingeschnittene Täler des Albtraufs
  • sonstige sehr steile Täler, z.B.
    • Oberes Neckartal
    • Wutachgebiet
  • Markgräflerland
  • Lörrach
  • Bodman
  • Areale mit Altbergbau

Massenbewegungen können durch Extremwetterlagen, Erdbeben, Hochwasser oder menschliche Eingriffe ausgelöst werden. Für die Gefahrenabwehr solcher Georisiken ist das Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB) zuständig. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Fachbereichs Landesingenieurgeologie sind sowohl in der Schadensprävention (z.B. Erstellung der Alarmpläne für die Landkreise) als auch im Rahmen von Sofortmaßnahmen tätig.

Hinweis: Das LGRB betreibt keine eigenen Warnsysteme im Katastrophenfall.

Erdbeben

Der Landeserdbebendienst des LGRB im Regierungspräsidium Freiburg stellt aktuelle Erdbebeninformationen zur Verfügung. Die Verfahrensbeschreibung "Landeserdbebendienst Baden-Württemberg (LED)" stellt diesen Dienst vor und weist auf ein Merkblatt des Innenministeriums zu Erdbeben in Baden-Württemberg hin.

Tipp: Der Deutsche Wetterdienst stellt die aktuelle Wetter- und Warnlage, zum Beispiel mit Informationen über drohende Sturmwetterlagen oder Starkniederschläge, auf seiner Internetseite übersichtlich dar.

Zugeordnete Verfahren

Weitere Informationen finden Sie unter www.service-bw.de.