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Themenübersicht | Verkehr und Verkehrswege | 3. ÖPNV und Schienenverkehr | 3.2. Nahverkehrsplan

3.2. Nahverkehrsplan

Der Nahverkehrsplan ist ein kommunalpolitisches Instrument. Gemeinden und Gemeindeverbände legen darin die gesamten Rahmenbedingungen für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in ihrem Einflussbereich fest.

Der Nahverkehrsplan wird unter Beteiligung der Verkehrsunternehmen erstellt und bildet den Rahmen für die Entwicklung des ÖPNV. Er bündelt und konkretisiert die vom Aufgabenträger gewünschten Anforderungen an den allgemeinen ÖPNV im Sinne der öffentlichen Verkehrsinteressen.

Daher ist dieser Plan sowohl für Fahrgäste als auch für Verkehrsunternehmen von Bedeutung, da diese durch den Plan wissen, welche neue Strecken für den ÖPNV erschlossen beziehungsweise welche bestehenden Verbindungen weiter ausgebaut werden sollen. Nahverkehrspläne müssen spätestens alle fünf Jahre überprüft und bei Bedarf fortgeschrieben werden. In der Regel werden die Pläne in der Ausarbeitungsphase ausgelegt, damit Interessierte (z.B. Verbände) ihre Ideen und Vorschläge dazu vorbringen können.

Folgende Stellen müssen bei der Fortschreibung des Nahverkehrsplans in Baden-Württemberg gehört werden:

  • Gemeinden, die im Bereich des Nahverkehrsplans liegen
  • örtlich zuständige Träger der Regionalplanung (z. B. Regionalverbände)
  • betroffene Straßenbaulastträger (das sind die Städte und Gemeinden)
  • Verkehrsunternehmer der durch den Nahverkehrsplan betroffenen Region
  • Regierungspräsidien (Genehmigungsbehörden nach dem PBefG) als zuständige Stelle für die Genehmigungen der Linienverkehre
  • benachbarte Aufgabenträger sowie Behindertenbeauftragte oder Behindertenbeiräte der Aufgabenträger

Im Nahverkehrsplan muss mindestens Folgendes festgeschrieben werden:

  • Bestandsaufnahme des bestehenden ÖPNV
  • Bewertung der Bestandsaufnahme (Verkehrsanalyse)
  • Einschätzung der weiteren Verkehrsentwicklung (Verkehrsprognose)
  • Ziele und Rahmenvorgaben des ÖPNV
  • Aussagen zur Barrierefreiheit

Im Nahverkehrsplan sollen auch voraussichtliche Kosten und Finanzierung von geplanten Investitionen im ÖPNV skizziert sein. Außerdem muss geprüft werden, ob die Festlegungen im Nahverkehrsplan auch eine Strategische Umweltprüfung erfordern.

Das ÖPNV-Gesetz des Landes schreibt vor, dass zusätzlich zum Nahverkehrsplan auch ein Nahverkehrsentwicklungsplan aufgestellt werden soll, der

  • die Verkehrsentwicklung über einen langen Zeitraum hinweg prognostiziert und
  • darstellt, in welchen Bereichen des ÖPNV Angebote verbessert werden sollen und wie dies gefördert werden können.

Alle Gemeinden, die einem Verkehrs- oder Tarifverbund angehören, müssen ihre Verkehrsentwicklungspläne aufeinander abstimmen.

Hinweis: In der Regel können Sie den Nahverkehrsplan während der Öffnungszeiten Ihrer Gemeinde kostenlos einsehen.

Tipp: Ausführliche Informationen, unter anderem über den Nahverkehrsplan, finden Sie im Handbuch "Umweltfreundlicher, attraktiver und leistungsfähiger ÖPNV", herausgegeben vom Deutschen Institut für Urbanistik. Das Umweltbundesamt veröffentlicht im Portal "kommunal mobil" Handlungsempfehlungen für einen umweltfreundlichen, attraktiven und leistungsfähigen ÖPNV.


Der Nahverkehrsplan ist ein kommunalpolitisches Instrument. Gemeinden und Gemeindeverbände legen darin die gesamten Rahmenbedingungen für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in ihrem Einflussbereich fest.

Der Nahverkehrsplan wird unter Beteiligung der Verkehrsunternehmen erstellt und bildet den Rahmen für die Entwicklung des ÖPNV. Er bündelt und konkretisiert die vom Aufgabenträger gewünschten Anforderungen an den allgemeinen ÖPNV im Sinne der öffentlichen Verkehrsinteressen.

Daher ist dieser Plan sowohl für Fahrgäste als auch für Verkehrsunternehmen von Bedeutung, da diese durch den Plan wissen, welche neue Strecken für den ÖPNV erschlossen beziehungsweise welche bestehenden Verbindungen weiter ausgebaut werden sollen. Nahverkehrspläne müssen spätestens alle fünf Jahre überprüft und bei Bedarf fortgeschrieben werden. In der Regel werden die Pläne in der Ausarbeitungsphase ausgelegt, damit Interessierte (z.B. Verbände) ihre Ideen und Vorschläge dazu vorbringen können.

Folgende Stellen müssen bei der Fortschreibung des Nahverkehrsplans in Baden-Württemberg gehört werden:

  • Gemeinden, die im Bereich des Nahverkehrsplans liegen
  • örtlich zuständige Träger der Regionalplanung (z. B. Regionalverbände)
  • betroffene Straßenbaulastträger (das sind die Städte und Gemeinden)
  • Verkehrsunternehmer der durch den Nahverkehrsplan betroffenen Region
  • Regierungspräsidien (Genehmigungsbehörden nach dem PBefG) als zuständige Stelle für die Genehmigungen der Linienverkehre
  • benachbarte Aufgabenträger sowie Behindertenbeauftragte oder Behindertenbeiräte der Aufgabenträger

Im Nahverkehrsplan muss mindestens Folgendes festgeschrieben werden:

  • Bestandsaufnahme des bestehenden ÖPNV
  • Bewertung der Bestandsaufnahme (Verkehrsanalyse)
  • Einschätzung der weiteren Verkehrsentwicklung (Verkehrsprognose)
  • Ziele und Rahmenvorgaben des ÖPNV
  • Aussagen zur Barrierefreiheit

Im Nahverkehrsplan sollen auch voraussichtliche Kosten und Finanzierung von geplanten Investitionen im ÖPNV skizziert sein. Außerdem muss geprüft werden, ob die Festlegungen im Nahverkehrsplan auch eine Strategische Umweltprüfung erfordern.

Das ÖPNV-Gesetz des Landes schreibt vor, dass zusätzlich zum Nahverkehrsplan auch ein Nahverkehrsentwicklungsplan aufgestellt werden soll, der

  • die Verkehrsentwicklung über einen langen Zeitraum hinweg prognostiziert und
  • darstellt, in welchen Bereichen des ÖPNV Angebote verbessert werden sollen und wie dies gefördert werden können.

Alle Gemeinden, die einem Verkehrs- oder Tarifverbund angehören, müssen ihre Verkehrsentwicklungspläne aufeinander abstimmen.

Hinweis: In der Regel können Sie den Nahverkehrsplan während der Öffnungszeiten Ihrer Gemeinde kostenlos einsehen.

Tipp: Ausführliche Informationen, unter anderem über den Nahverkehrsplan, finden Sie im Handbuch "Umweltfreundlicher, attraktiver und leistungsfähiger ÖPNV", herausgegeben vom Deutschen Institut für Urbanistik. Das Umweltbundesamt veröffentlicht im Portal "kommunal mobil" Handlungsempfehlungen für einen umweltfreundlichen, attraktiven und leistungsfähigen ÖPNV.