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Themenübersicht | Verbraucherschutz und Ernährung | 1. Ernährung und Lebensmittelsicherheit | 1.5. Kontrolle der Lebensmittelsicherheit | 1.5.2. Trinkwasserüberwachung

1.5.2. Trinkwasserüberwachung

Leitungswasser hat in Deutschland Trinkwasserqualität. Damit das so bleibt und um die Verbraucher und Verbraucherinnen vor gesundheitlichen Schäden zu schützen, wird das Trinkwasser regelmäßig untersucht.

Einwandfreies Trinkwasser muss frei von Krankheitserregern (z.B. Bakterien) sein. Für bestimmte Stoffe (z.B. Schwermetalle, Pflanzenschutzmittel) gelten Grenzwerte, die nicht überschritten werden dürfen.

Bei der Trinkwasseraufbereitung werden Aufbereitungs- und Hilfsstoffe verwendet (z.B. Chlor, Ozon). Auch diese und ihre Reaktionsprodukte dürfen nur in geringen, nicht gesundheitsschädlichen Konzentrationen im Trinkwasser vorkommen.

Für die Einhaltung dieser Vorschriften sind die Wasserversorgungsunternehmen selbst verantwortlich. Sie müssen durch eigene Kontrollen die Qualität des Trinkwassers überprüfen. Zusätzlich werden unabhängig davon stichprobenartig amtliche Überwachungsuntersuchungen durch die Gesundheitsämter der Land- und Stadtkreise durchgeführt.

Durch eine Novellierung der Trinkwasserverordnung sind seit 1. November 2011 Inhaber von Trinkwasser-Installationen mit einer Warmwasser-Großanlage und Einrichtungen zur Vernebelung von Trinkwasser (z.B. Duschen), verpflichtet, diese einmal jährlich auf Legionellen prüfen zu lassen, wenn sie Mieterinnen oder Mieter haben. Betroffen sind daher vor allem Besitzerinnen und Besitzer von Mehrfamilienhäusern mit Untermieterinnen und Untermietern. Ein- und Zweifamilienhäuser fallen jedoch grundsätzlich nicht darunter.

Hinweis: Die Regelung, einmal jährlich auf Legionellen prüfen zu lassen, gilt auch für Trinkwasser-Installationen in öffentlichen Einrichtungen wie Sporthallen, Schwimmbädern oder Heimen.

Der Eigentümer der Warmwasser-Großanlage muss das Ergebnis dem Gesundheitsamt mitteilen. Betroffen sind alle Anlagen mit einem Warmwasserinhalt über 400 Liter oder mit einem Rohrleitungsinhalt über drei Liter zwischen Warmwasseraustritt aus der Erwärmungsanlage und der entferntesten Entnahmestelle. Sollten auffällige Legionellengehalte festgestellt werden (über 100 Legionellen pro 100 ml), muss der Inhaber der Anlage eine Gefährdungsabschätzung erstellen lassen, das Gesundheitsamt darüber informieren und gegebenenfalls Abhilfemaßnahmen ergreifen. Bei sehr hohen Legionellengehalten (über 10.000 Legionellen pro 100 ml) dürfen die Duschen solange nicht mehr benutzt werden, bis das Problem beseitigt ist.

Achtung: Die Qualität des Trinkwassers muss vom Verlassen des Wasserversorgungsunternehmens bis hin zum Wasserhahn gewährleistet sein, das heißt, neben den Wasserversorgungsunternehmen sind verstärkt auch Vermieter und Vermieterinnen sowie Hausbesitzer und Hausbesitzerinnen verantwortlich für die Trinkwasserqualität. Sie müssen dafür sorgen, dass das angelieferte einwandfreie Trinkwasser nicht durch veraltete oder beschädigte Rohre beeinträchtigt wird.

Für Sie können Geruch, Färbung, Trübung und Geschmack wichtige Hinweise auf die Qualität des Trinkwassers sein. Aber auch Wasser, das auf den ersten Blick unbedenklich erscheint, kann Krankheitserreger oder Stoffe in unerlaubten Mengen enthalten.

Hinweis: Wenn Sie den Verdacht haben, dass mit Ihrem Trinkwasser etwas nicht in Ordnung ist, sollten Sie sich mit Ihrem Wasserversorgungsunternehmen oder Ihrem Gesundheitsamt in Verbindung setzen.

Tipp: Nähere Informationen zur Trinkwasserüberwachung sowie Informationsmaterial zu diesem Thema erhalten Sie auch auf den Internetseiten des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, der Gesundheitsämter und der Chemischen und Veterinäruntersuchungsämter.

Zugeordnete Verfahren

Weitere Informationen finden Sie unter www.service-bw.de.