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Grenzgänger

Arbeitsuche in Europa Aufenthalt und Grenzgängerausweis Sozialversicherung in den Nachbarländern (mit 3 Bereichen) Steuerliche Behandlung von Grenzgängern

In Baden-Württemberg leben viele Menschen, die in Frankreich, in der Schweiz oder in Österreich arbeiten – ebenso gibt es viele Bürger aus diesen Nachbarländern, die in Baden-Württemberg arbeiten. Viele dieser Menschen sind sogenannte "Grenzgänger", für die die Staaten zahlreiche Sonderregelungen erlassen haben, welche die grenzüberschreitende Mobilität erleichtern sollen.

Hinweis: Da der Grenzgängerstatus viele verschiedene Rechtsbereiche schneidet, können hier nur die wesentlichen Aspekte dargestellt werden.

Der Begriff "Grenzgänger" ist in den Bereichen des Steuer- und Sozialrechts unterschiedlich definiert.

Im Bereich des Sozialrechts gibt es einen europaweit einheitlichen Begriff. In diesem Sinne ist "Grenzgänger" jeder Arbeitnehmer oder Selbstständige, der seine berufliche Tätigkeit im Gebiet eines Mitgliedstaates ausübt und im Gebiet eines anderen Mitgliedstaates wohnt, in das er täglich, mindestens aber einmal wöchentlich zurückkehrt.

Ob jemand steuerrechtlich als "Grenzgänger" gilt, hängt von den Regelungen des jeweils einschlägigen Doppelbesteuerungsabkommens ab.

Nach dem deutsch-französischen Doppelbesteuerungsabkommen gelten alle Menschen, die in Frankreich in den Départements Bas-Rhin (67), Haut-Rhin (68) und Moselle (57) wohnen und in Deutschland innerhalb eines 30 km breiten Streifens von der deutsch-französischen Grenze arbeiten als Grenzgänger.

In Deutschland wohnende Menschen, die in Frankreich arbeiten, gelten als Grenzgänger, wenn sie in einem jeweils etwa 20 km breiten Streifen von der Grenze wohnen und arbeiten. Die Grenzgängereigenschaft geht verloren, wenn der Arbeitnehmer an mehr als 45 Arbeitstagen nicht an seinen Wohnort zurückkehrt.

In Deutschland wohnende Menschen, die in der Schweiz arbeiten, gelten steuerrechtlich als Grenzgänger, wenn sie in Deutschland wohnen und in der Schweiz arbeiten und von dem Arbeitsort in der Schweiz regelmäßig, das heißt grundsätzlich täglich nach Arbeitsende, zurückkehren. Die Grenzgängereigenschaft geht verloren, wenn der Arbeitnehmer an mehr als 60 Tagen nicht an seinen Wohnort zurückkehrt.

Zwischen Deutschland und Österreich gilt eine Person steuerrechtlich als Grenzgänger, wenn sie in dem einen Staat in der Nähe der Grenze ihren Wohnsitz und in dem anderen Staat in der Nähe der Grenze ihren Arbeitsort hat und täglich von ihrem Arbeitsort an ihren Wohnsitz zurückkehrt.

Tipp: Für Ihren konkreten Fall sollten Sie sich fachkundig beraten lassen. Für das Oberrheingebiet gibt es vier öffentliche Informations- und Beratungsstellen, die in grenzüberschreitenden Fragen schnell und kostenlos Auskunft erteilen. Hier finden Sie die Kontaktdaten der INFOBEST-Standorte.

Zugeordnete Verfahren

Weitere Informationen finden Sie unter www.service-bw.de.