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6. Wahlergebnisse (Sitzverteilung)

Mit der Auszählung der Stimmen wird unmittelbar nach Ende der Wahlzeit um 18 Uhr begonnen. Zunächst wird das Ergebnis je Wahlbezirk in öffentlicher Sitzung ermittelt und festgestellt. Dabei werden alle in den Wahlurnen beziehungsweise per Briefwahl abgegebenen Stimmzettel ausgewertet. Erststimmen und Zweitstimmen werden dabei unabhängig voneinander zusammengezählt.

Die Gemeinde meldet die Wahlergebnisse der Wahlbezirke dem Kreiswahlleiter. Der Kreiswahlleiter ermittelt das Ergebnis für den Wahlkreis und meldet dieses weiter an den Landeswahlleiter. Dieser ermittelt das Wahlergebnis des jeweiligen Bundeslandes und teilt das Ergebnis dem Bundeswahlleiter mit.

Das endgültige Wahlergebnis wird für jeden Wahlkreis von den Kreiswahlausschüssen, für das Bundesland vom Landeswahlausschuss und für das Bundesgebiet vom Bundeswahlausschuss festgestellt. Das endgültige Landesergebnis für Baden-Württemberg wird im Staatsanzeiger veröffentlicht.

Sitzverteilung

Für die Wahlen zum Deutschen Bundestag gilt eine Kombination aus Mehrheitswahlrecht und Verhältniswahlrecht. Sie können als Wähler zwei Stimmen abgeben:

  • die Erststimme für die Wahl eines Wahlkreisabgeordneten
  • die Zweitstimme für die Wahl einer Landesliste

Mit der Erststimme wählen Sie einen Abgeordneten für Ihren Wahlkreis. Der Bewerber, der die meisten Erststimmen seines Wahlkreises erzielt, wird Abgeordneter im Bundestag (Mehrheitswahl). Sein Mandat ist völlig unabhängig davon, ob seine Partei in den Bundestag gewählt wird oder nicht (Direktmandat).

Das Mehrheitswahlrecht lässt alle Stimmen unberücksichtigt, die für die unterliegenden Bewerber abgegeben werden, sie verfallen. Dabei ist gleich, ob die unterliegenden Bewerber ein Prozent oder 49,9 Prozent der Stimmen auf sich vereinen.

Um dem Wählerwillen möglichst gerecht zu werden, wird die Erststimme durch die Zweitstimme ergänzt. Mit der Zweitstimme wählen Sie die Landesliste einer Partei (Verhältniswahl). Für die Verteilung der Sitze im Bundestag werden die für jede Landesliste abgegebenen Zweitstimmen zusammengezählt.

Damit einer Partei Sitze über die Zweitstimme im Bundestag zugeteilt werden, muss sie bundesweit

  • mindestens fünf Prozent der abgegebenen gültigen Zweitstimmen auf sich vereinen (Fünfprozentklausel) oder
  • mindestens drei Direktmandate errungen haben.

Diese Sperrklauseln sollen die Funktionsfähigkeit des Parlaments und stabile Mehrheiten fördern und dadurch die Bildung tragfähiger Regierungskoalitionen ermöglichen.

Von den insgesamt 598 Abgeordneten des Bundestages werden also 299 mit der Erststimme direkt gewählt (Direktmandate), 299 erhalten ihren Sitz nach dem Anteil der Zweitstimmen, die ihre Partei in dem jeweiligen Bundesland bekommen hat.

Hat eine Partei in einem Bundesland allerdings mehr Direktmandate erlangt, als ihr nach dem prozentualen Gesamtergebnis dort zustehen, entstehen sogenannte Überhangmandate. Überhangmandate einer Partei können dazu führen, dass eine andere Partei nicht ihrem Zweitstimmenanteil entsprechend im Bundestag vertreten ist. Anders als bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg gibt es bei der Bundestagswahl aber keine Ausgleichsmandate. Die Überhangmandate werden im Verhältnis zu den anderen Parteien also nicht ausgeglichen.

Durch Überhangmandate hat sich zum Beispiel die Gesamtzahl der Abgeordneten im 17. Deutschen Bundestag um 24 Abgeordnete auf 622 Abgeordnete erhöht, zwischenzeitlich aber durch Ausscheiden eines Abgeordneten auf 621 Abgeordnete reduziert (keine Nachfolge wegen Überhangmandate).


Mit der Auszählung der Stimmen wird unmittelbar nach Ende der Wahlzeit um 18 Uhr begonnen. Zunächst wird das Ergebnis je Wahlbezirk in öffentlicher Sitzung ermittelt und festgestellt. Dabei werden alle in den Wahlurnen beziehungsweise per Briefwahl abgegebenen Stimmzettel ausgewertet. Erststimmen und Zweitstimmen werden dabei unabhängig voneinander zusammengezählt.

Die Gemeinde meldet die Wahlergebnisse der Wahlbezirke dem Kreiswahlleiter. Der Kreiswahlleiter ermittelt das Ergebnis für den Wahlkreis und meldet dieses weiter an den Landeswahlleiter. Dieser ermittelt das Wahlergebnis des jeweiligen Bundeslandes und teilt das Ergebnis dem Bundeswahlleiter mit.

Das endgültige Wahlergebnis wird für jeden Wahlkreis von den Kreiswahlausschüssen, für das Bundesland vom Landeswahlausschuss und für das Bundesgebiet vom Bundeswahlausschuss festgestellt. Das endgültige Landesergebnis für Baden-Württemberg wird im Staatsanzeiger veröffentlicht.

Sitzverteilung

Für die Wahlen zum Deutschen Bundestag gilt eine Kombination aus Mehrheitswahlrecht und Verhältniswahlrecht. Sie können als Wähler zwei Stimmen abgeben:

  • die Erststimme für die Wahl eines Wahlkreisabgeordneten
  • die Zweitstimme für die Wahl einer Landesliste

Mit der Erststimme wählen Sie einen Abgeordneten für Ihren Wahlkreis. Der Bewerber, der die meisten Erststimmen seines Wahlkreises erzielt, wird Abgeordneter im Bundestag (Mehrheitswahl). Sein Mandat ist völlig unabhängig davon, ob seine Partei in den Bundestag gewählt wird oder nicht (Direktmandat).

Das Mehrheitswahlrecht lässt alle Stimmen unberücksichtigt, die für die unterliegenden Bewerber abgegeben werden, sie verfallen. Dabei ist gleich, ob die unterliegenden Bewerber ein Prozent oder 49,9 Prozent der Stimmen auf sich vereinen.

Um dem Wählerwillen möglichst gerecht zu werden, wird die Erststimme durch die Zweitstimme ergänzt. Mit der Zweitstimme wählen Sie die Landesliste einer Partei (Verhältniswahl). Für die Verteilung der Sitze im Bundestag werden die für jede Landesliste abgegebenen Zweitstimmen zusammengezählt.

Damit einer Partei Sitze über die Zweitstimme im Bundestag zugeteilt werden, muss sie bundesweit

  • mindestens fünf Prozent der abgegebenen gültigen Zweitstimmen auf sich vereinen (Fünfprozentklausel) oder
  • mindestens drei Direktmandate errungen haben.

Diese Sperrklauseln sollen die Funktionsfähigkeit des Parlaments und stabile Mehrheiten fördern und dadurch die Bildung tragfähiger Regierungskoalitionen ermöglichen.

Von den insgesamt 598 Abgeordneten des Bundestages werden also 299 mit der Erststimme direkt gewählt (Direktmandate), 299 erhalten ihren Sitz nach dem Anteil der Zweitstimmen, die ihre Partei in dem jeweiligen Bundesland bekommen hat.

Hat eine Partei in einem Bundesland allerdings mehr Direktmandate erlangt, als ihr nach dem prozentualen Gesamtergebnis dort zustehen, entstehen sogenannte Überhangmandate. Überhangmandate einer Partei können dazu führen, dass eine andere Partei nicht ihrem Zweitstimmenanteil entsprechend im Bundestag vertreten ist. Anders als bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg gibt es bei der Bundestagswahl aber keine Ausgleichsmandate. Die Überhangmandate werden im Verhältnis zu den anderen Parteien also nicht ausgeglichen.

Durch Überhangmandate hat sich zum Beispiel die Gesamtzahl der Abgeordneten im 17. Deutschen Bundestag um 24 Abgeordnete auf 622 Abgeordnete erhöht, zwischenzeitlich aber durch Ausscheiden eines Abgeordneten auf 621 Abgeordnete reduziert (keine Nachfolge wegen Überhangmandate).