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Themenübersicht | Spätaussiedler | 4. Eingliederung in Baden-Württemberg | 4.3. Bildungssystem in Baden-Württemberg | 4.3.3. Berufsausbildung und -vorbereitung

4.3.3. Berufsausbildung und -vorbereitung

Der Abschluss einer Berufsausbildung hat für die berufliche Zukunft in Baden-Württemberg einen hohen Stellenwert. Deshalb ist es wichtig, sich rechtzeitig darüber zu informieren, welche Möglichkeiten der Berufsausbildung bestehen. Besteht besonderer Unterstützungsbedarf während einer Berufsausbildung, können spätausgesiedelte Jugendliche spezielle Hilfen (sogenannte ausbildungsbegleitende Hilfen) in Anspruch nehmen oder Vorbereitungskurse in speziellen Ausbildungseinrichtungen besuchen.

Berufsvorbereitungsjahr (BVJ), Vorqualifizierungsjahr Arbeit/Beruf (VAB) und Berufseinstiegsjahr (BEJ)

Das Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) und das Vorqualifizierungsjahr Arbeit/Beruf (VAB) sollen Jugendliche ohne Hauptschulabschluss bei ihrer beruflichen Orientierung und Berufsfindung unterstützen und gezielt die Chancen auf einen Ausbildungsplatz erhöhen. Der Besuch des BVJ oder des VAB ist in Baden-Württemberg in der Regel für Jugendliche ohne Hauptschulabschluss verpflichtend, die im Anschluss an die allgemeinbildende Schule keinen Ausbildungsplatz gefunden haben und auch keine andere Vollzeitschule besuchen. Allgemeine Informationen finden Sie in der Verfahrensbeschreibung "Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) und Vorqualifizierungsjahr Arbeit/Beruf (VAB)".

Das Berufseinstiegsjahr (BEJ) besuchen in der Regel Jugendliche mit Hauptschulabschluss, die im Anschluss an die allgemeine Schulpflicht keine Ausbildung aufnehmen und keine andere Vollzeitschule besuchen können. Allgemeine Informationen zum BEJ finden Sie in der Verfahrensbeschreibung "Berufseinstiegsjahr (BEJ)".

Zur weiteren Unterstützung benachteiligter Jugendlicher beim Übergang von der Schule in den Beruf hat sich in Baden-Württemberg das Projekt "Jugendberufshelfer", das hauptsächlich Jugendliche im BVJ und BEJ unterstützt, etabliert. Das Projekt "Jugendberufshelfer" ist ausbildungs- und beschäftigungsorientiert. Es verfolgt in erster Linie das Ziel, die Jugendlichen bei der Sicherung ihres beruflichen Anschlusses zu unterstützen und sie zu motivieren, Verantwortung für ihre Existenzsicherung und Lebensplanung zu übernehmen. Die Landesregierung Baden-Württemberg unterstützt derzeit 36 Stadt- und Landkreise bei der Umsetzung von rund 77 Projekten.

Berufsschule

Ausländische und spätausgesiedelte Jugendliche, die einen Ausbildungsplatz erhalten haben, deren Deutschkenntnisse aber noch Defizite aufweisen, können in der Berufsschule im Rahmen der zur Verfügung stehenden Ressourcen durch Stütz- und Erweiterungsunterricht im Umfang von bis zu zwei Wochenstunden unterstützt werden.

Berufliche Schulen haben die Möglichkeit, für Berufsschul- und Berufsfachschulklassen mit überwiegend Aussiedlern und Ausländern kleinere Klassen zu bilden: Mindestschülerzahl für die Klassenbildung von zwölf statt 16, Höchstschülerzahl von 24 statt 32.

Zugeordnete Verfahren

Weitere Informationen finden Sie unter www.service-bw.de.